In der pharmazeutischen Methodenentwicklung entscheidet oft das Detail darüber, wie effizient ein Arbeitsablauf am Ende ist. Genau dort setzt 3D-Druck für Labore an: Statt mit Behelfslösungen zu arbeiten, die im Alltag umständlich oder fehleranfällig sind, lassen sich Halterungen, Vorrichtungen und Kits exakt auf die jeweilige Anwendung zuschneiden. Für Valneva durften wir bei 3DBen mehrere solcher Laborhilfen konstruieren und im 3D-Druck umsetzen.
Im Rahmen der Methodenentwicklung entstanden mehrere individuelle Designs – darunter ein maßgeschneidertes Chromatographie-Extraktionskit. Zuvor genutzte Behelfslösungen waren oft ineffizient und in der Handhabung nicht optimal; die neuen, passgenauen Teile haben die Arbeitsabläufe im Labor spürbar verbessert.
Die Ausgangslage: Behelfslösungen, die im Alltag bremsen
Im Laborumfeld von Valneva wurden zuvor improvisierte Lösungen eingesetzt, um Proben und Komponenten in Position zu halten. Diese Behelfslösungen waren nach Rückmeldung des Teams häufig ineffizient und in der Handhabung nicht optimal – ein typisches Bild, wenn Standardzubehör nicht exakt zur eigenen Methode passt. Gesucht waren Halterungen, die genau auf die vorhandenen Abläufe, Gefäße und Komponenten abgestimmt sind.
Vom ersten Entwurf zur erprobten Lösung
Der Schlüssel zum Ergebnis war die enge Abstimmung über den gesamten Prozess. Die Entwürfe haben wir gemeinsam mit dem Team besprochen und Schritt für Schritt angepasst, sodass die konkreten Anforderungen aus dem Laboralltag einfließen konnten. Auch Material, Farbe und Ausführung wurden gemeinsam festgelegt.
Über mehrere Prototypen und Testvarianten konnte Valneva die Lösungen praxisnah prüfen, bevor die finalen Teile gefertigt wurden. So lassen sich Passform und Handhabung am realen Arbeitsplatz testen – und nicht erst am fertigen Produkt feststellen, ob alles sitzt.
Material und Technik
Gefertigt wurde im FDM-Verfahren aus PETG (Polyethylenterephthalat Glykol), einem in industriellen und regulierten Umgebungen bewährten Material. Es widersteht den meisten gängigen Desinfektionsmitteln und Isopropylalkohol und bleibt auch nach wiederholter Reinigung formstabil. Für viele Labor- und Pharmaanwendungen ist es daher eine naheliegende Materialwahl im FDM-Bereich.
Das Ergebnis: ein maßgeschneidertes Chromatographie-Extraktionskit
Das Herzstück des Projekts ist ein maßgeschneidertes Chromatographie-Extraktionskit: eine Halterung, die die Säule sicher in Position hält, mit einem passenden Auffangsystem darunter. Komponenten, die zuvor einzeln gehandhabt werden mussten, greifen damit als abgestimmtes System ineinander.
Qualität und Funktionalität haben das Team überzeugt – so sehr, dass auch andere Labore ähnliche Varianten bestellt haben. Eine Lösung, die für einen konkreten Bedarf entwickelt wurde, hat sich damit innerhalb der Organisation weiterverbreitet.
Warum 3D-Druck im Labor überzeugt
Individuelles Laborzubehör klassisch fertigen zu lassen, ist aufwendig und teuer. 3D-Druck spielt hier mehrere Vorteile gleichzeitig aus:
Drei Dinge, die bei individuellen Laborhilfen zählen
Aus diesem Projekt lassen sich Lehren ziehen, die für nahezu jede maßgeschneiderte Laborhilfe gelten:
Wir haben mit „3DBen" sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Rahmen unserer Methodenentwicklung im pharmazeutischen Umfeld wurden für uns mehrere individuelle 3D-Designs erstellt, die unsere Arbeitsabläufe im Labor deutlich verbessert haben. Zuvor genutzte Behelfslösungen waren oft ineffizient oder nicht optimal in der Handhabung.
Besonders positiv war die enge Abstimmung während des gesamten Prozesses: Entwürfe wurden iterativ mit uns besprochen und angepasst, sodass unsere Anforderungen sehr gut berücksichtigt wurden. Auch die Auswahl von Material, Farbe und Ausführung konnten wir flexibel mitgestalten. Durch mehrere Prototypen und Testvarianten hatten wir zudem die Möglichkeit, die Lösungen vor dem finalen Druck praxisnah zu prüfen.
Das Ergebnis - unter anderem ein maßgeschneidertes Chromatographie-Extraktionskit mit Halterung für die Säule und passendem Auffangsystem - hat uns überzeugt. Die Qualität und Funktionalität haben dazu geführt, dass auch andere Labore ähnliche Varianten bestellt haben.
Insgesamt sind wir sehr zufrieden, sowohl mit der Zusammenarbeit als auch mit dem finalen Produkt.

Individuelle Laborhilfen aus dem 3D-Druck
Ob Pharma, Forschung, Labor oder Industrie: Wir konstruieren und drucken individuelle Halterungen, Probenhalter und maßgeschneiderte Kits – von der 3D-Konstruktion bis zum fertigen, langlebigen Teil. Einen Überblick über vergleichbare Arbeiten finden Sie in unseren Projekten.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Laborzubehör individuell in 3D drucken lassen?
Ja. Halterungen, Probenhalter, Vorrichtungen und ganze Kits lassen sich passgenau auf Ihre Methode, Gefäße und Komponenten konstruieren und fertigen - auch dann, wenn kein passendes Standardprodukt am Markt existiert.
Welches Material eignet sich für individuelle Laborhilfen?
Das hängt von der Anwendung ab. Bei Valneva kam FDM-Druck mit PETG zum Einsatz - robust und langlebig. Welches Material, welche Farbe und welche Ausführung für Ihren Fall sinnvoll sind, klären wir gemeinsam im Vorfeld.
Wie läuft die Entwicklung ab?
In enger Abstimmung: Wir besprechen die Entwürfe gemeinsam, passen sie iterativ an und stellen vor der finalen Fertigung Prototypen und Testvarianten bereit, die Sie praxisnah prüfen können.
Eignet sich 3D-Druck für Anwendungen in der Pharmaindustrie?
3D-Druck eignet sich sehr gut für individuelle Laborhilfen wie Halterungen und Vorrichtungen. Welche Ausführung für Ihre konkrete Anwendung geeignet ist, stimmen wir vorab gemeinsam mit Ihnen ab.
Lassen sich bewährte Teile später nachbestellen oder anpassen?
Ja. Einmal entwickelte Designs lassen sich reproduzieren, in Stückzahl fertigen und gezielt weiterentwickeln - etwa für weitere Arbeitsplätze oder benachbarte Labore.
Laborhilfe, Halterung oder individuelles Kit geplant?
Wir konstruieren und drucken individuelle Laborhilfen für Pharma, Forschung und Industrie – präzise, reproduzierbar und mit Beratung von der Idee bis zum fertigen Teil.

